Digitalisierung und Agilität

Wir bewegen uns mit großen Schritten auf eine digitalisierte Arbeitswelt zu. Die Digitalisierung und die Globalisierung transformieren viele Branchen. Die zunehmende Ungewissheit erfordert flexible Reaktionen von Unternehmen, wo zuvor stabile, vorhersagbare Prozesse vorherrschten. Mit diesem Wandel geht das Bedürfnis nach sinnstiftender Beschäftigung, erschaffender Beteiligung und Gestaltung des Arbeitsumfeldes bei Mitarbeitern und Führungskräften einher. Monetäre Anreizsysteme erfüllen nicht mehr den Zweck für einen selbstbestimmten Mitarbeiter. Menschen wollen gestalten und zwar auf der beruflichen und privaten Ebene – Im Idealfall soll die Work-Life-Balance im Einklang sein, damit wir uns entfalten und unsere Energie dementsprechend einbringen können. 

Für diese neue Arbeitswelt braucht es zur Lösung von Problemen neue Führungsansätze und Kreativität. Ein Quer- und Weiterdenken der bisherigen Arbeitsformen und der Zusammenarbeit auf allen Ebenen einer Organisation wird eingefordert, um den Erfolg eines Unternehmens zu sichern. 

Agiles Arbeiten kann helfen und ist mehr als eine Arbeitsmethode. Laut dem „Agile Performer Index“ sind die agilsten Unternehmen einer Branche 2,7 fach so erfolgreich wie die Konkurrenz. Agilität ist ein Mindset. Agil bedeutet die unternehmerische Fähigkeit, flexibel anpassungsfähig und auch proaktiv auf Veränderungen reagieren zu können. Vernetzung und das Individuum haben Vorrang vor Prozessen und Werkzeugen. Ein funktionierendes Produkt ist wichtiger als eine umfassende Dokumentation. Zudem spielt die Identifikation mit Unternehmen eine immer größer werdende Rolle. Stimmen die gelebten Werte in der Organisation mit den individuellen Werten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überein und schafft es die Organisation die Rahmenbedingungen zu geben.

Eine agile Haltung ist der Grundstein zur digitalen Veränderung, um die individuellen und organisationalen Prozesse gleichermaßen weiterzuentwickeln. Dabei verwenden wir die gängigsten agilen Methoden (z.B. Design Thinking, Kanban, Scrum), um die Organisation zu befähigen sich selbst voranzutreiben. 

Wie sieht ein Prozess aus? 

In einem Co-kreativen Prozess schauen wir gemeinsam auf Ihre bisherigen Arbeitsmethoden, die nicht mehr funktionieren und die eine Veränderung notwendig machen. Anschließend überprüfen wir welche Ziele mit agilen Methoden erreicht werden sollen. Zudem arbeiten wir an der Unternehmenskultur, indem wir neue Handlungen und Verhaltensweisen erlebbar werden lassen, bis sich das Verhalten bei den Mitarbeitern manifestiert und nachhaltig verankert. 

Was macht agiles Arbeiten so stark und erfolgreich? 

Kurz gesagt: Produkte stehen vor Prozesse.
Folgende Werte werden in selbstorganisierten Teams vereinbart:

Commitment: ja wir wollen oder wir wollen nicht.

Einfachheit durch einfache Texte und klare Sprache 

Wertschätzendes 
Feedback geben und nehmen 

Den Fokus auf das Wesentliche legen 

Kommunikation und 
Austausch auf Augenhöhe geben

Mut haben Neues zu probieren und Fehler zu machen 

Offenheit für das unbekannte Fremde 

Respekt vor Andersdenkenden

Unser Angebot, um agiles Arbeiten einzuführen  

Neben Beratungen, Key-Notes bieten wir auch Workshops und Trainings für Mitarbeiter und Führungskräfte an, um agilies Arbeiten nachhaltig zu integrieren:  

Digital Leadership & die Führungskraft als Coach, das neue Rollen und Aufgabenverständnis

Netzwerke statt Hierarchien ist das neue Verständnis eines agilen Teams. Führungskräfte schaffen den Rahmen für das Arbeiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und fördern dadurch die Identifikation mit ihrer Arbeit. Die Devise lautet: Auf Augenhöhe zu handeln statt in Hierarchien zu denken. Soft Skills, wie empathisches Handeln, soziale Kompetenz und die Fähigkeit, sich zu vernetzen, werden immer wichtiger.

Verantwortungsübergabe an Teams 

Führungskräfte geben Verantwortung ab, Mitarbeiter übernehmen Verantwortung für ihre Arbeit. Dabei gilt: Fehler machen ist erwünscht. Teams entwickeln eine Fehlerkultur und lernen anhand der Erfahrungen für die Zukunft. 

Förderung des Kommunikations- und des Interaktionsbedarfs 

Zu angemessener Kommunikation gehört es, nicht nur Ziele, sondern auch das Warum zu erklären, offene Fragen zu stellen, um wirklich etwas zu erfahren. Der Sinn der Arbeit steht im Vordergrund und nicht zuletzt: lösungsorientiert zu fragen.

Feedback ist die neue Währung

Die Gesellschaft teilt ihr Leben im Internet. So wird auch in Organisationen permanent geteilt. Feedback ist der Schlüssel zum Erfolg eines Teams und muss gelernt sein. 

Eine vertrauensvolle Atmosphäre ist die Basis

Statt Arbeitsanweisungen und Kontrolle heißt der grundlegende Wert Vertrauen, der die Selbstorganisation der Mitarbeiter fördert.

Welche Methoden werden eingesetzt?

Durch unsere langjährige Erfahrung in der Industrie und der Beratung arbeiten wir mit einem praktischen Hands-on Ansatz, um den Wandel in der Organisation gemeinsam zu gestalten. Anbei einige methodische Ansätze, die wir in unserem Repertoire haben:   

Design Thinking

Eine Methode zur Lösung von unternehmerischen Aufgaben ist das sogenannte Design Thinking. Design ist hier nicht im rein formgebenden Sinn, sondern eher als ein interdisziplinärer Weg zur Lösung von Aufgaben zu verstehen. Mitarbeiter aus unterschiedlichen Disziplinen arbeiten in einem Umfeld zusammen, welches die Kreativität fördert, um gemeinsam innovative Ideen für eine bestimmte Fragestellung zu entwickeln.
Wesentlich an der Methode ist, dass durch eine ganzheitliche Betrachtung technischen Themen dieselbe Wertigkeit eingeräumt wird wie den Nutzerbedürfnissen. Der iterative Prozess beruht auf der Auswahl der jeweils geeigneten Strategiemethoden, die am besten zum Problem passen, wie z. B.: beobachten, verstehen, unterschiedliche Perspektiven einnehmen, Ideenfindung, Prototyping sowie Verfeinerung. Dabei werden Ideen und Ansichten der Mitarbeiter stetig rekapituliert.

Kanban

Kanban kommt aus der japanischen bzw. chinesischen Sprache und bedeutet Karte, Etikett oder Aufkleber. Kanban ist ein beliebtes Modell in der agilen Softwareentwicklung. Dazu müssen alle Arbeitsabläufe völlig transparent sein und Kapazitäten in Echtzeit kommuniziert werden. Die einzelnen Aufgabenelemente werden auf einem Kanban Board (einer Art Wandtafel) visuell meist mit Haftnotizen dargestellt , sodass sich die Teammitglieder jederzeit einen Überblick über den Status der Arbeitsschritte verschaffen können. Jede Aufgabe durchläuft die Phase von „Bereit“, „Entwickeln“, „Testen“ etc. bis zu „Beendet“. So wird eine hohe Transparenz im Projektfortschritt gewährleistet und die vereinbarten Aufgaben fokussiert.

Scrum

Scrum (dt. „Gedränge“, ein Spielzug aus dem Rugby) ist ein Framework für das Projektmanagement nach agilen Prinzipien und hat seinen Ursprung in der Softwareentwicklung. Scrum hat sich von einem Vorgehen aus der Softwareentwicklung hin zu einer allgemeinen Projektmanagement-Methode entwickelt. Eine wichtige Grundlage ist die Selbstorganisation der Teammitglieder – einen Projektleiter im traditionellen Sinne gibt es nicht. Scrum ist empirisch, inkrementell und iterativ. Das bedeutet, die konkrete Anwendung basiert auf Erfahrung und das Vorgehen findet schrittweise in sich wiederholenden Etappen statt.

Passt auch agiles Arbeiten zu Ihrem Unternehmen? Lassen Sie uns gemeinsam drauf schauen und kontaktieren Sie uns

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