
Mit der Klärungshilfe Konflikte in Team lösen – Dauert ca. 2 Tage und bringt nachhaltige Veränderung ins Team hinein!
Im ersten Beitrag ging es da drum, die Motivation der Führungskraft beim Klären von Konflikten zu definieren. Die Motivation besteht aus den folgenden 5 Punkten: (1) Mut zur Klarheit und zur Wahrheit, (2) Negative Gefühle werden zugelassen, (3) Blick in die Vergangenheit ist erlaubt, (4) (kritisches) Führungsfeedback ist erwünscht und (5) Bereitschaft, Konsequenzen zu tragen!
Wenn Sie zu den 5 Punkten mit einem JA antworten und nicken, dann lesen Sie weiter, was die Klärungshilfe Ihnen bringen kann.
In vielen klassischen Konfliktlösungsansätzen wird zunächst versucht, Interessen und Bedürfnisse zu ermitteln, um darauf aufbauend eine passende Lösung zu finden. Die Klärungshilfe geht einen anderen Weg: sie rückt das authentische Streitgespräch in das Zentrum.
Rund die Hälfte der Zeit dreht sich der Prozess um das, was die Zusammenarbeit und das Zusammenleben bisher blockiert hat: Vorbehalte, Vorwürfe, Kränkungen, Missverständnisse – kurz: die schwierigen Tatsachen und Gefühle kommen auf dem Tisch, und es wird Tacheles geredet.
Diese direkte Auseinandersetzung ist kein Selbstzweck. Ziel ist es, im sog. Dialog der Wahrheiten den Beteiligten zu helfen, tiefere Ebenen ihres Konfliktes zu erkennen. Hier entstehen oft kleiner, aber entscheidende Veränderungen im gegenseitigen Verständnis – manchmal sogar eine vollständige Auflösung des Konfliktkerns. Dieser liegt selten nur in den Strukturen oder Kommunikationsproblem, sondern fast immer auch in den emotionalen Belastungen der Beteiligten.
Konflikte in Teams lösen mit Emotionen: Sie sind sehr belastbar und gleichzeitig auch der Schlüssel zur Lösung.
Wer an einem Klärungsgespräch teilnimmt, braucht die Bereitschaft, ein Stück emotionale Arbeit zu leisten. Die Klärungshilfe ist nämlich nicht für jede Situation gedacht:
Gerade innerbetriebliche Konflikte gehören zu den häufigsten Einsatzbereichen der Klärungshilfe – Hier arbeiten wir gemeinsam mit Ihnen, dass aus einem KO-Zustand wieder ein OK-Zustand wird.
Wie lange dauert es den Konflikte im Team mit der Klärungshilfe zu lösen?
Wo sollte der Konflikt mit dem Team geklärt werden?
Prinzipiell an einem Ort, wo das Team ungestört miteinander reden kann. Ein Tagungshotel oder ein Off-Site-Location lohnt sich sehr. Falls es die innerbetrieblichen Bedingungen nicht hergeben, so kann auch im Betrieb gearbeitet werden, jedoch sollte auf eine ruhige Atmosphäre geachtet werden und dass jeder der teilnimmt, von Anfang bis Ende mit dabei ist.
Als was ist der Prozess der Klärungshilfe angesehen?
• Es ist eine Dienstbesprechung.
So sieht der Prozess in einem Bild aus:
Der Prozess der Klärungshilfe sieht ingesamt 7 Schritte vor:
Schritt 1: Auftragsklärung und Motivation der Führungskraft
In einem Telefonat klären wir gemeinsam mit der Führungskraft, die Motivation und die Situation. Wir planen gemeinsam: (1) wer muss an Erklärungshilfe beteiligt sein?, (2) Ort und Ablauf, (3) Eröffnung und Verabschiedung durch die Führungskraft
Wichtig: Wir führen keine Vorgespräche mit den Beteiligten. Es ist wichtig, dass in der Situation mit allen Beteiligten die Sichtweisen auf den Tisch gebracht werden. Vorgespräche führen meistens dazu, dass man sich nicht traut vor allen etwas zu sagen oder der Klärungshelfer Informationen hat, die er nicht verwenden kann. Das Vertrauen in den Klärungshelfer wird im Gespräch mit allen aufgebraucht!
Schritt 2: Anfangsphase – Die Eröffnung
Die Teammitglieger kommen an, die Spannung und der Druck steigen. Es geht los! Der/Die Chefin begrüßt die Veranstaltung. Sie sagt, wieso das Team heute hier zusammengekommen ist. Sie gibt klar erkenntlich, dass es um die Konfliklärung im Team geht. Dann übergibt sie das Zepter an den Klärungshelfer, dieser stellt sich vor und beschreibt kurz den Prozess: (1) Was ist in der Vergangenheit passiert?, (2) Was muss heute in der Gegenwart geklärt werden, (3) Wie will das Team und die Führungskraft die Zukunft gestalten?
Ziel ist es, dass alles, was eine sachlichen und fachlichen Zusammenarbeit im Weg steht zu besprechen und zu klären. Dann wird übergeleitet in den nächsten Schritt.
Schritt 3: Selbstklärung – Die eigene Darstellung
Jetzt beginnt der eigentliche Einstieg in die Konfliktbearbeitung!
Jedes Teammitglied erstellt sich einen Spickzettel in seiner eigenen Darstellung zu den Themen: Kommunikation, Kooperation, Spannungen und Führungsstil. Im Plenum wird jede einzelne Sichtweise dem Klärungshelfer erklärt und dargestellt. Der Klärungshelfer macht sich parallel Notizen und erstellt am Ende aller Darstellungen eine Konfliktlandschaft der Themen, die das Team beschäftigt.
Die Priorisierung der Themen erfolgt nach dem Schema:
Ist die Konfliktlandschaft geklärt, wurden Ergänzungen gemacht und akzeptiert, wird in den Dialog der Wahrheiten eingestiegen.
Schritt 4: Dialog der Wahrheiten – Das Streitgespräch
Begonnen wird mit dem heißesten Thema. Ziel ist es, dass die Konfliktparteien in einen „echten Kontakt“ kommen und Klartext über ihre Sichtweise sprechen. Schnell wird klar, dass es mehrere Sichtweisen auf den Konflikt gibt, die sich widersprechen. Dabei wird keiner der Konfliktparteien alleine gelassen. Der Klärungshelfer ist an dieser Stelle „allparteiisch“, was bedeutet, dass der beide Seiten gleichwertig vertritt. Der Klärungshelfer sorgt dafür, dass der Dialog in einem ruhigen und langsamen Tempo passiert und die Sichtweisen, Vorwürfe und schwierigen Gefühle auf den Tisch kommen. Wichtig: Es wird noch keine Lösung an dieser Stelle angestrebt, sondern ein echter Dialog geführt, den die Parteien vorher noch nicht geführt haben.
Schritt 5: Erklärungen und Lösungen entwickeln
Sind die Themen abgearbeitet, findet eine Metasicht auf den Konflikt statt. Der Klärungshelfer spricht mit allen gemeinsam über den Konflikt, (es wird sich nicht mehr in dem Konflikt befunden). Die Parteien lehnen sich zurück und hören dem Klärungshelfer bei der Erklärung des Konflikts aus der Sicht des Klärungshelfers zu. Er erklärt den Konfliktverlauf und den -aufbau und kommt zum Endpunkt: Wie es heute dazu gekommen ist, wie es nun einmal ist. Wichtig auch hier, es werden die menschlichen und gruppendynamischen Entwicklungen in den Vordergrund gerückt und niemanden die Schuld in die Schuhe geschoben. Für diese Erklärungen werden verschiedene Modelle zur Hand genommen, die an die Realität der Teilnehmenden passt. Im Anschluss an die Lösungen werden die Lösungen für die Zukunft gemeinsam erarbeitet. Im Vordergrund dieser Lösungsphase lautet: Was wollen Sie jetzt für die Zukunft vereinbaren? Wer will welche Zugeständnisse machen, wer bietet was an, damit es weitergehen kann?
Der Klärungshelfer schreibt die Vereinbarungen zusammen und hält diese auf einem Flipchart fest.
Schritt 6: Schlussphase und Verabschiedung
Sind die Lösungen festgehalten, braucht es jetzt einen sauberen Abschluss. Es wird ein kurzer Ausblick auf die nächsten Schritte gegeben. Darüber hinaus werden Vereinbarungen getroffen, wie die Kommunikation nach außen aussieht. Am Ende gibt jedes Team Mitglied ein Feedback, wie er oder sie den Klärungsverlauf erlebt hat. Gleichzeitig wird eine Nachsorge bereits in der Schlussphase vereinbart, bei der der Klärungshelfer sich nach einer Zeit bei der Führungskraft meldet.
Schritt 7: Nachsorge
Die Nachsorge beinhaltet mind. 2 Telefonate mit der Führungskraft. Es wird drauf geschaut, ob die Vereinbarungen und Maßnahmen eingehalten worden sind und ob es noch etwas weiteres braucht.
Sie wollen Konflikte im Team lösen? Dann lassen Sie uns ins kostenlos Gespräch kommen.
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