Erfolgsfaktor Kultur zur Arbeitssicherheit – Führungskräfte sind Vorbilder!

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Erfolgsfaktor Kultur und Sicherheit

Erfolgsfaktor Kultur zur Arbeitssicherheit – Führungskräfte sind Vorbilder! 

Die Arbeitssicherheit und Kultur verbessern, das ist definitiv Führungsaufgabe. Denn Führungskräfte sind Vorbilder! 

Ganz häufig werden wir in unseren Beratungsprojekten dazu angesprochen, wie die Kultur gerade in Bezug auf Arbeitssicherheit und dem Verhalten von Mitarbeitenden verbessert werden kann. Die bezieht sich nicht nur auf die Arbeitssicherheit, sondern kann auch auf Teamkulturen übertragen werden.

Sehr schnell kommen wir auf die Fragen: Wie leben Führungskräfte Arbeitssicherheit vor? Wie sieht das im Alltag aus? Wie halten Sie es nach? Was fordern Sie ein? Welche Grenzen setzen Sie auf? An welchen Stellen sehen Sie Konflikte? Und warum sind diese Konflikte immer noch vorhanden und noch nicht gelöst?

Erfolgsfaktor Kultur zur Arbeitssicherheit 1: Führungskräfte als Vorbilder 

Der Mensch ist ein Herdentier, er schaut sich an, was die Hierarchie macht, beziehungsweise was sie nicht macht. Daher wird Führungskräften eine spezielle Aufgabe aufgetragen, obwohl sie es oft gar nicht wissen. Sie sind Vorbilder. Vorbilder in der Arbeitssicherheit bedeutet: Sie werden genau beobachtet, was sie tun und was sie sagen. Halten Sie sich an die Regeln, die sie selbst ausrufen? Stimmt das Gesagte mit dem Verhalten nicht überein, wird recht schnell klar, dass der Wert Arbeitssicherheit als Führungskraft nicht den Stellenwert hat, der verlangt wird. Die Folge: wahrscheinlich wird Arbeitssicherheit als lästig angesehen.

Erfolgsfaktor Kultur zur Arbeitssicherheit 2: Vertrauen aufbauen – Den Wert Arbeitssicherheit leben! 

Vertrauen ist die Basis jeglicher Zusammenarbeit und jeglichen Zusammenseins. Das Vertrauen muss immer wieder geprüft werden und auch gleichzeitig gestärkt werden. Ohne Vertrauen ist keine sachliche und fachliche Zusammenarbeit möglich! 

Wir laden Führungskräfte dazu ein, sich zum Thema Vertrauen die folgende Formel anzuschauen:

Vertrauen = Glaubwürdigkeit + Zuverlässigkeit + Nähe geteilt durch Selbst-Orientierung

Was bedeuten die einzelnen Punkte?

  • Glaubwürdigkeit: kann übersetzt werden, mit: Walk the Talk. Wir geben die folgende Reflektionsfrage mit: an welchen Stellen mache ich mich glaubwürdig und an welchen Stellen mache ich mich unglaubwürdig? Oft fragen wir auch die Teammitglieder, woran sie festmachen, dass ihre Führungskraft glaubwürdig ihnen gegenüber auftreten. Dadurch erhält die Führungskraft klare Vorstellungen von den Mitarbeitenden und kann sich dementsprechend verhalten oder auch klar kommunizieren, was ihr wichtig ist. 
  • Zuverlässigkeit: gibt es immer wiederkehrende Rituale und Meetings, in denen wir Arbeitssicherheit besprechen und wie werden die Maßnahmen nachgehalten und umgesetzt? Alleine durch das adressieren von offenen Themen ist noch keine Sicherheit kulturell entwickelt. Es bedeutet: nehme die Menschen mit, und setze deren Belange um. Dabei kann die Führungskraft die Themen auch delegieren. 
  • Nähe: oft unterschätzt aber ein großer Erfolgsfaktor ist die Nähe zur Mannschaft. Hier lautet das Motto: Nähe durch Anwesenheit. Gesicht zeigen. Vor Ort sein. In der Produktion lässt sich manchmal leichter umsetzen, einen Mitarbeiter einfach zu begleiten und ihn bei einer Tätigkeit zu unterstützen. Dadurch erfahren Führungskräfte recht schnell, was das Problem vor Ort ist und was angegangen werden muss. Nähe kann auch hergestellt werden, indem man sich zu einem informellen Sicherheitskaffee trifft und offene Themen bespricht. 
 

Dem gegenüber, was das Vertrauen reduziert, ist die Selbstorientierung:

  • Selbstorientierung: Mitarbeitende erkennen sehr schnell, ob Führungskräfte gezwungenermaßen das Thema umsetzen müssen oder ob sie es wollen. Gleichzeitig merken Sie auch, ob Führungskräfte das für ihren eigenen Vorteil tun oder im Sinne der Funktionalität des Teams. 

 

Erfolgsfaktor Kultur zur Arbeitssicherheit 3: Die Haltung muss klar sein: Grenzen setzen schafft Klarheit! 

Allzu häufig sprechen wir nicht über die Grenzen, die wir uns wünschen. Gerade in Konflikten werden Grenzen erst sichtbar. Damit es nicht zu Konflikten aufkocht, sollte im Vorhinein klar sein, was eine Führungskraft akzeptiert und was nicht. Gerade auch die Regeln und Richtlinien in einem Unternehmen zum Thema Arbeit, Sicherheit geben Menschen eine Stabilität. Dennoch gilt. Eine Regel ist eine Regel ist eine Regel. Erst durch das klare Kommunizieren der eigenen Haltung. Als Führungskraft wird diese Regel zum Leben erweckt. Gleichzeitig ist es auch wichtig, dass die Konsequenzen gut von der Führungskraft erklärt werden. Mit Konsequenzen ist gemeint: folgerichtiges Handeln. Es geht hierbei nicht um bestrafen und sanktionieren, sondern mehr um ein erklären der eigenen Wichtigkeit.

Erfolgsfaktor Kultur zur Arbeitssicherheit 4: Den Menschen mitnehmen und teilhaben lassen 

Menschen wollen gefragt werden, Menschen wollen mitgenommen werden. Gerade in Bezug auf Arbeitsabläufe und Arbeitssicherheitsthemen kann dies sehr gut in einen Einklang gebracht werden. Wir empfehlen Führungskräften zum Beispiel Mitarbeitenden kleine Fragestellungen oder Probleme zu geben, die die Mitarbeitenden dann selbst erarbeiten. Mit diesen kleinen Projekten sehen sich Mitarbeitende gesehen und wertgeschätzt , dadurch erleben Sie sich selbstwirksam. Gleichzeitig setzen Sie als Führungskraft das Zeichen: deine Meinung ist mir wichtig. 

Erfolgsfaktor Kultur zur Arbeitssicherheit 5: Konflikte als Führungskraft eingehen 

Arbeitssicherheit bringt immer Konflikte mit sich: zwischen Produktivität und sicherem Arbeiten gibt es immer Spannungsfeld. Diese Konflikte müssen aufgelöst werden, beziehungsweise in die Balance gebracht werden. Wie schaffen wir es, dass sicher und gleichzeitig gut gearbeitet werden kann. Oftmals sind es dann Kleinigkeiten wie zum Beispiel Checklisten oder Absprachen zwischen zwei Schnittstellen, die nicht optimal laufen. Führungskräfte sollten an dieser Stelle ein besonderes Ohr für die Belange der Mitarbeitenden haben. Keine Angst vor Konflikten, denn sie gehören zum Leben dazu.

Weitere Merkmale einer starken Sicherheitskultur, neben der Vorbildfunktion der Führungskräfte, sind:

  1. Klare Verantwortlichkeiten:  Hier geht es darum, das Spielfeld abzustecken: Wer macht was? Schnittstellen müssen klar haben, wer was tut und wer was nachhält? Auch das ist eine Führungsaufgabe.
  1. Positive Fehlerkultur: wie gehen wir mit Fehlern um? Wie machen wir Fehler besprechbar? Welche Formate biete ich an, damit wir aus Fehlern lernen können? Erlaube ich, meine Mitarbeitenden Fehler zu machen? Welche Gefühle herrschen bei den Mitarbeitenden vor, wenn sie das Wort Fehler hören? Auch das ist eine Führungsaufgabe..
  1. Offene Kommunikation auf Augenhöhe: welchen Ton nutze ich als Führungskraft? Wie wirke ich auf meine Mitarbeitenden? Stelle ich Fragen, oder stelle ich nur fest? Auch das ist eine Führungsaufgabe.
  1. Kontinuierliche Verbesserung statt Schuldsuche: wie gehe ich als Führungskraft das Thema Verbesserung an? Welche Projekte halte ich dazu am Laufen? Was gestalte ich? An welchen Problemen halte ich fest, die nicht verbessert werden?

Führungskräfte sind maßgeblich an der Arbeitssicherheitskulturentwicklung beteiligt, lesen Sie hier über unsere Methoden und Ansätze weiter. Hier erhalten sie weitere Ideen rund um das Thema Weiterentwicklung der Sicherheitskultur! 

Wir begleiten Führungskräfte dabei in ihrer Vorbildfunktion stärker zu werden. Interesse? Dann lassen Sie uns ins Gespräch kommen! 

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